Mahlwinkel 21.10.2017

Moin!

Mit reichlich Verspätung kommt nun unser Nachtrag zur Mil Sim OP in Mahlwinkel, welches durch GHG und deren guten Beziehungen zu den Airsofthelden ermöglicht werden konnte. Aufgrund unserer Teilnahme an den LARP- und Mil Sim-Events in Stelle wurden wir zur OP in Mahlwinkel eingeladen. Wo sonst tausend und mehr Spieler an einem Wochenende sich die Kugeln schubsen, durften wir in gemütlicher Atmosphäre mit rund vierzig Spielern aus ganz Nord-und Ostdeutschland einen Tag lang spielen.

Die Anreise…

Die Anreise am Freitag war recht beschwerlich und ließ erahnen, dass es dieses Wochenende nicht vergleichbar wird mit sonstigen Fungames auf Stelle. Der Regen hatte es am Abend in sich, sodass aus dreieinhalb Stunden mal eben viereinhalb wurden… Hobbit musste auch so schlau sein und seine Hose vergessen, ohne die er am Spieltag etwas frieren würde.. (Eine Hose hatte er natürlich trotzdem an 😉 ) Straßensperren, Plöner Kennzeichen und eben auch der Regen haben aus der Fahrt einen Höllentrip gemacht. Da half auch nichts, dass man eigentlich schneller war als Ringo und Andrej, welche mit einem Anhänger vorgefahren kamen. Die Schranke nach Mahlwinkel war nämlich nach 21:30 Uhr zu. Eigentlich haben wir abgesprochen, um diesen Zeitpunkt da zu sein, jedoch mussten wir bis 22:00 Uhr warten, bis wir Einlass erhielten – das hätte unserer Meinung nach besser laufen können.

Endlich angekommen, hatten wir Zeit zum Auspacken und für die Errichtung unserer „Basis“. Eine alte Garagenanlage diente als Unterstand, wobei manche harte Recken sogar auf ein Zelt verzichteten und die frische Luft genossen. Wir haben uns den Luxus erlaubt, im Auto zu schlafen. Natürlich typisch war es, dass das dunkle Team (wir waren das Helle) erst am Samstag angefahren kam. Somit hatten sie gegenüber einen kleinen Vorsprung…

Das Spielfeld am Abend

Hier unsere „Basis“

 

 

 

 

 

 

 

Denn wir haben am Feuer gemeinsam mit den anderen Spielern zusammen gegrillt und über viele wichtige Themen geredet, wie zum Beispiel der Abbau menschlicher Arbeitskraft und das Kommen der Industrie 4.0. Solche Gespräche am Lagerfeuer gehören zu den Highlights zwischenmenschlichen Kontaktes beim Airsoft, da sich nicht alles nur um die Kugelbeschleuniger kümmern muss und soll. Auch gefallen hat es uns, dass wir bei Nacht einmal durch das Spielfeld gegangen sind – damit macht man sich – wenn auch im Dunkeln – etwas mit dem Spielfeld vertraut.

Der Spieltag…

Samstag in aller Ruhe ging es los. 10:00 Uhr war Briefing angesetzt, wobei es auf 12:00 Uhr verschoben wurde, da viele Spieler des dunklen Tarns mit Verspätung ankamen. Auch haben wir uns im Zuge des morgendlichen Trotts etwas Langsamkeit gegönnt. Dennoch hätte es uns mehr gefallen, wenn man zügig zum Spielen gekommen wäre.

Als wir mit dem Chronen dann fertig waren und uns alles weitere erklärt wurde, kamen wir dann endlich zum Spielen. Dieses Mil-Sim/Rollenspiellastige Spiel hatte für beide Fraktionen (Hell und Dunkel) gewisse Aufgaben, welche innerhalb einer bestimmten Zeit ausgeführt werden müssen. Dabei soll es zu Feuergefechten zwischen den Parteien kommen. Unsere erste Aufgabe war es, across the Map zu laufen und bei drei Lagerhallen eine Basis zu errichten. Auf dem Weg dorthin sollen uns drei feindliche Kräfte davon abhalten. Diese hatten jedoch zum Teil den „God-Mode“, da unser Beschuss ihnen nichts anhaben konnte. Schnell war somit klar, dass unser Team nur scheitern konnte. Es haben tatsächlich drei Leute es geschafft, unser gesamtes Team in wenigen Minuten auszuschalten – mitsamt Teamleader und Medics.

Mittagessen an der Front…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Somit mussten wir zurück zur „Safezone“ und dort die Lage besprechen. Nach langer Zeit wurde dann verkündet, dass wir das Missionsziel nochmal erreichen sollen, diesmal aber mehr Zeit eingeräumt wird, uns da durchzukämpfen. Gesagt, getan. Nachdem wir die Basis eingenommen haben, wurde uns das nächste Ziel gegeben: Die Verteidigung. Der dunkle Tarn setzte auf einen Großangriff und konnte uns von allen Seiten die Hölle heiß machen.

Verteidigung der Lagerhallen

Zwei Lagerhallen gingen direkt an den Feind. Eine weitere, welche von Hobbit und Jan verteidigt wurde, wurde buchstäblich überrannt, da ein paar Gegner über einen Schleichweg von der Windkraftanlage kamen. Eigentlich sollte zu den Anlagen 50 Meter Abstand gewahrt werden. Ob die Aktion dies  berücksichtigt

hat, darf mit Vorsicht genossen werden. Dennoch muss man den feindlichen Kräften zugute halten, dass sie eine bessere Organisation hatten. Die Spieler pushten sich gegenseitig und gingen
schnell vor. Unser Team war etwas gelähmt und musste zugucken, wie alle drei Hallen eingenommen wurden.

Es half somit nur, den ersten Punkt an das dunkle Team zu geben. Infolgedessen zogen sie sich zurück und es wurde das nächste Missionsziel übergeben: Die Einnahme eines Turms und der Transport von Munition dorthin. Dies war der Beginn eines sehr zähen Spieles, welches keinerlei Höhepunkte aufwies. Da die Führung zu lange brauchte, haben Jan, Hobbit und Andrej den Turm alleine „erobert“ (es waren keine Feinde in Sicht). Die Munition kam und für mindestens zwei Stunden standen wir im und um den Turm herum, um nichts zu tun. Es kam kein Angriff, kein versprengter Hinterhalt, wirklich nichts. Und das hat uns sehr gestört, da wir zeitweise gehofft haben, dass nun ein Großangriff folgen würde. Dementsprechend mussten wir zusehen, wie an anderer Front unsere Teammitglieder reihenweise ausgeschaltet wurden.

Sicht ins Innere des Turms

Die Verstärkung kommt mit neuer Munition

 

Irgendwann wurde dann uns ein neues Missionsziel übergeben: Sammeln im HQ und dann eine Geiselbefreiung. Das gegnerische Team hatte die gleiche Aufgabe. Sichtlich irritiert, räumten wir den Turm und kamen zur Base zurück. Erfreulicherweise war der Vorstoß auf das Gebäude, wo wir den Gefangenen retten sollen, sehr schnell getan. Es kam „Action“ auf, welche wir bis dato sehr vermisst haben. Die Geisel konnten wir mit Hilfe von Rauchgranaten sehr schnell befreien. Zu einer weiteren Mission oder einem weiteren Spiel kam es jedoch nicht mehr, da die meisten keine Lust mehr hatten.

Fazit…

Wie man erahnen kann, war nicht alles so durchdacht geplant und ausgeführt, wie wir es uns gewünscht hätten. Der Spielspaß war nicht immer vorhanden aufgrund der langen Wartezeiten und der zu allgemein betrachteten Missionszielen, welche vielleicht nicht 100% aufeinander abgestimmt waren. Es hätte schon einiges am Spielspaß gemacht, hätte man einen Großangriff auf den Turm beordert, während das verteidigende Team eine Geißel befreien soll. Damit wäre Dynamik aufgekommen, da der Kampf auf mehrere Punkte verteilt wird. Auch war das Gelände nicht optimal genutzt, obwohl es sehr viele Möglichkeiten in seiner Größe und Vielfalt bietet. Es eignet sich in den Maßen super für ein Spiel 50vs50, jedoch nicht für 20vs20. Ein noch kleinerer Abschnitt hätte vielleicht gereicht, um alle Teile des Spielfeldes sinnvoll zu nutzen.

Nichtsdestotrotz war für uns die OP Mahlwinkel ein Erfolg. Wir haben ein Spielfeld kennengelernt, welches viele Möglichkeiten bietet, ständig erweitert wird und Reize zum Wiederkommen schafft. Das Beisammensein am Lagerfeuer und die zwischenzeitliche Action haben Spaß gebracht. Wenn die Missionsziele demnächst dynamischer und abgestimmter wären, würde es auch das Potenzial des Feldes genug ausnutzen und mehr Spielspaß bieten. Rollenspiel- und Mil-Sim lastige Events müssen nicht nur trocken sein, sondern leben ja von der Gestaltung der Missionen. Daher würden wir uns auch immer über eine weitere Einladung freuen!

Daher wollen wir GHG und allen Beteiligten dafür danken, eine Einladung erhalten zu haben und freuen uns auf die nächste OP in Stelle.

Gruß, Hobbit

 

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